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Die Presse berichtet zum 1. Flamenco Festival Nürnberg

el flamenco vive

Bei Flamenco denkt man an spanische Rhythmen, schnelles Klatschen, das Klappern von Kastagnetten und bunte prächtige Tanzkleider.
Doch das ist noch längst nicht alles. Das 1. Nürnberger Flamenco-Festival vom 13. bis 21. Oktober 2006 bietet Flamencobegeisterten und solchen, die es werden wollen, ein vielseitiges Programm rund um den spanischen Tanz.

Die Idee zum Festival hatte das Centro Espanol, das nicht nur der älteste Verein ausländischer Mitbürger in Nürnberg, sondern auch der älteste spanische Verein außerhalb der spanischen Landesgrenzen in Europa ist. Bei seiner Gründung 1961 war der Verein vor allem eine Stütze für spanische Gastarbeiter. Heute dagegen sind auch Menschen vieler anderer Nationalitäten im Verein aktiv. Antonio Fernandez vom Centro Espagnol ist überzeugt:"Hier übernimmt die Kunst die Funktion von Integration." Die Festivalwoche ist prall gefüllt mit Veranstaltungen. Neben dem Auftritt gestandener Flamencokünstlerinnen wie Carina La Debla am 13. Oktober und Andrea Grüner am darauf folgenden Tag besteht für interessierte Nürnberger die Möglichkeit, in Workshops selbst einmal das Tanzbein zu schwingen. Das FilmhausKino zeigt anlässlich des Festivals vom 18. bis 20. Oktober drei Filme von Carlos Saura, dessen Werk stark vom Flamenco beeinflusst ist.

Besonders heiß hergehen wird es bei der Abschlussveranstaltung im Kulturzentrum K4 am 21. Oktober. Nachmittags treten Nürnberger Tanzgruppen auf und auf einem Basar können sich vom Flamenco-Virus Infizierte mit den dazugehörigen Accessoires eindecken. Ab 19 Uhr geht es so richtig los mit der Fiesta. Dann tritt unter anderem die spanische Band Jaleo Real auf, bei der HipHop auf Flamencorhythmen trifft.

Das Flamenco-Festival wird gemeinsam vom Centro Espanol und dem Amt für Kultur und Freizeit veranstaltet.

Andrea König


21.10.2006:

Heiße Rhythmen im K4

Seit einer Woche steht Nürnberg ganz im Zeichen traditioneller spanischer Musik. Zum heutigen Abschluss des ersten Flamenco-Festivals geht es im Kulturzentrum K4, Königstraße 93, noch einmal richtig rund: Beim "Dia del Flamenco" können die Besucher von 15 Uhr bis 18 Uhr kostenlos über den Basar oder den Second-Hand-Flohmarkt schlendern, sich eine Modenschau oder die Foto-Ausstellung "Flamenco -Rhythmus Andalusiens" von Tina Deininger und Gerhard Jaugstetter ansehen. Für die Kleinen wird um 15 Uhr der Film "Die Brüder Löwenherz" gezeigt. Ab 16 Uhr tanzen dann lokale Flamenco-Gruppen im Festsaal. Abends hat man ebenfalls die Qual der Wahl: Den literarisch-musikalischen Auftakt macht um 19.30 Uhr im Weißen Saal "Platero y yo/ Platero und ich", eine andalusische Elegie von Juan Ramón Jiménez, die von Heilwig Pfanzelter gelesen wird, begleitet von Julia Malischnig auf der Gitarre. Um 21 Uhr folgt an gleicher Stelle der aus Bratislava stammende Gitarrist Branislav Krajco alias "Flaco de Nerja". Im Festsaal spielt um 20 Uhr die "Grupo Danzaluna" aus Würzburg, ab 22 Uhr steht die Flamenco-HipHop-Band "Jaleo Real" auf der Bühne. Ab 21.15 Uhr werden im Kino außerdem Kurzfilme gezeigt.
Der Eintritt für die Abendveranstaltungen kostet 18 Euro, ermäßigt 12 Euro (mehr Infos unter www.flamencofestival-nuernberg.de).

 nn


23.10.2006:

Spanische Lebensfreude beim Flamenco-Festival in Nürnberg
Klappernde Kastagnetten und rassige Rhythmen

Von Christina Brunel-Geuder

Er ist ihre große Liebe und ihre Leidenschaft - und das seit 20 Jahren: Anabel Kuntz ist dem Flamenco restlos verfallen. Nicht umsonst hat sich die Kulturbeauftragte des Centro Espanol für das Erste Flamenco-Festival in Nürnberg so ins Zeug gelegt. Eine Woche prall gefüllt mit Flamenco wollten die Veranstalter den Fans des spanischen Volkstanzes bieten. In einem bunten Programm von Konzerten, Workshops, Filmen und Ausstellungen konnten die Nürnberger ein Stück spanisches Lebensgefühl hautnah miterleben. "Amor Flamenco", "Liebe Flamenco", heißt die Gruppe des Centro Espanol, der auch Anabel Kuntz angehört. Temperamentvoll feurige Choreographie, ein Feuerwerk aus heißen Rhythmen, erstklassigen Tanzfiguren in einem schwarz-roten Farbenspiel der prachtvollen Kostüme präsentieren sie und ihre "Leidenschaftsgenossen". Stolze Tänzerinnen und ein Caballero mit schmachtendem Blick, schwarzem Anzug und roter Schärpe wirbeln über die Bühne des Nürnberger Kulturzentrums K4 in der Königstraße. Seit zwanzig Jahren verzaubert die Gruppe schon ihr Publikum, zu ihrem persönlichen Festtag, dem "Dia del Flamenco" , dem großen Highlight zum Abschluss des Festivals, zeigen sie sich in absoluter Höchstform Die Leute im K4 kreischen fast extatisch vor Begeisterung.

 

Doch nicht nur die "Amor Flamenco" brachten das Publikum zum beben. Tänzerinnen wie die in Granada und Sevilla lebende Carina La Debla oder die Nürnberger Tänzerin Andrea Grüner alias "La Rubia" sowie zahlreiche Flamenco-Gruppen versprühten mit ihren Auftritten spanische Lebensfreude pur.

Nicht nur ein Tanz - ein Gefühl als Bewegung
"Flamenco est un sentimento" - "Flamenco ist ein Gefühl", ein spanischer Spruch, den Anabel Kuntz wahrlich lebt. Sie ist zur Hälfte Spanierin und deshalb mit dem feurigen Tanz aufgewachsen. "Irgendwann ist es immer mehr geworden. Heute ist es mein Lebensinhalt", verrät sie. Ihre Passion will sie nun nicht mehr nur Leben, sondern auch anderen vermitteln. Ehrenamtliche Tanzstunden gibt die Tänzerin und Kulturbeauftragte des Centro Espanol deshalb. Die Faszination liegt für Kuntz in der Technik, die vollen Körpereinsatz von Kopf bis Fuß verlangt. Man braucht enorme Körperspannung von den Zehen- bis in die Fingerspitzen. Das Besondere ist dann die Fußtechnik. "Das macht Flamenco einzigartig", erklärt die Expertin.
Dies konnten die Teilnehmer der zahlreichen Workshops, die während der ganzen Woche im Centro Espanol in der Fürther Straße angeboten wurden, am eigenen Körper hautnah erleben. Ob Tango, Sevillanas - ein Volkstanz, der paarweise getanzt wird, Flamenco für Kinder, Rumba, Alegrias, Farruca, Flamenco für Männer - sogar das Spiel mit Kastagnetten oder an der Gitarre konnten Flamenco-Fans dort erlernen.

Wer dem spanischen Volkstanz - etwa nach solchen Kursen - mit Leib und Seele verfallen ist, der braucht natürlich auch passende Tanzoutfit. "In Nürnberg kann man solche Kleider nicht kaufen", erklärt Kuntz allerdings. Deshalb konnten Freunde des spanischen Tanzes in einem Bazar und einem "Rastrillo Flamenco" mit gebrauchten aber original spanischen Kleidern am "Dia del Flamenco" stöbern, um sich richtig rassig und authentisch von Kopf bis Fuß einzukleiden. Mehr als dreihundert Euro muss man allerdings für ein prachtvolles Rüschenkleid rechnen. Für die passenden Schuhe muss man noch einmal um die Hundert Euro aufwärts hinlegen. "Sie sind vorne und hinten mit Nägeln beschlagen und sollten ein bequemes Fußbett haben." Deshalb sollte man gerade am Schuhwerk nicht sparen, rät Kuntz.
Außen braun, an der Rockunterseite gelb mit Punkten? Oder bauchfrei mit bunten Blüten? Wem die Auswahl der prachtvollen Kleider etwas schwer fiel, konnte sich in der Modenschau inspirieren lassen. Oder einfach nur das spanische Flair genießen. Dazu trugen auch die Fotoausstellung von Tina Deininger und Gerhard Jaugstetter mit dem Motto "Flamenco-Rhythmus Andalusiens" und unzählige ohne Pause laufende Flamenco-Filme bei. Abgerundet wurde die Woche mit einer "Fiesta Grande" - einer rassig-feurige Show bei der die Kastagnetten bis spät in die Nacht klapperten. Und wer auch nur einen Teil des bunten Programms des Festivals miterleben durfte, dem war klar: "El Flamenco vive!" - "Der Flamenco lebt!"


23.10.2006:

Rund um den Rhythmus Andalusiens

Musik, Tanz, Basar und mehr: Das erste Flamenco-Festival Nürnberg war ein Erfolg.

"El flamenco vive - der Flamenco lebt": Eine Woche lang standen Künstlerhaus und Centro Espanol beim "1. Flamenco-Festival Nürnberg" ganz im Zeichen der Alegrías, Bulerías und Sevillanas. Bei dem vom Centro Espanol und der Stadt gemeinsam organisierten Fest boten eine Fotoschau, Workshops, Konzerte, Tanz-Shows und Filme Einblicke in die Welt des andalusischen Kulturguts, das Gesang, Gitarrenspiel und Perkussion sowie Tanz vereint. Am Wochenende ging das Festival mit einem "Día del Flamenco" zu Ende.
Die Tänzerinnen tragen traditionelle spanische Kleider in Rot und Schwarz. Ein Gitarrist begleitet sie mit Klängen zwischen schwungvoller Perkussion und Melancholie. Mit ihren nagelbeschlagenen Holzabsätzen schlagen die Tänzerinnen den Takt dazu. Ihre Bewegungen vereinen dabei anmutige Eleganz und feuriges Temperament.
Die Vorführungen verschiedener Tanzgruppen sind die große Publikumsattraktion beim Finale des ersten Flamenco-Festival Nürnberg. Der Festsaal des K4 ist prall gefüllt. Ein deutliches Indiz für die derzeitige Popularität des spanischen Volkstanzes. Wann der Flamenco aufkam, weiß niemand so genau.
Populär wurde er in Spanien jedenfalls Mitte des 19. Jahrhunderts. Er entstand aus der Verschmelzung andalusischer Volksmusik und traditionellen Roma-Klängen. Die heute verbreitete Einschätzung des Flamencos als klassische spanische Volkskunst ist zumindest eine extreme Verkürzung. Die Roma waren auch auf der iberischen Halbinsel vielfältigen Diskriminierungen ausgesetzt. Der Flamenco diente ihnen als Ausdruck ihrer kulturellen Identität. Texte und Melodien vermitteln sowohl Leid als auch Lebensfreude.

Einschlägiger Basar
Beim Festival konnte man sich auf einem Basar mit den nötigen Accessoires eindecken. Im Angebot: Kleider, Schuhe, Fächer, CDs mit einschlägiger Musik und sogar themenbezogene Romane. "Es gibt in Nürnberg keine richtigen Flamenco-Läden", bedauert Anabel Kuntz vom Organisationsteam des Centro Espanol. Auf dem Basar gab es dagegen sogar Second-Hand-Ware. Schuhe und Kleider waren besonders gefragt, berichtet Teodora Palomar, eine der Anbieterinnen.
Unter dem Titel "!anda!" existiert sogar eine deutschsprachige Zeitschrift zum Thema. Puristen ist die zunehmende Kommerzialisierung allerdings ein Dorn im Auge. Kritisiert wird vor allem, dass bei öffentlichen Vorführungen zunehmend einstudierte Choreografien dominieren und die traditionelle Improvisation in den Hintergrund rückt.
Abgerundet wurde der "Día del Flamenco" mit einer Foto-Ausstellung und Filmvorführungen. Auch in den Tagen zuvor war an wechselnden Veranstaltungsorten ein buntes Programm geboten. Anabel Kuntz ist mit der Resonanz auf die erste Festival-Ausgabe sehr zufrieden. Künftig soll das Nürnberger Flamenco-Event jedes Jahr im Oktober stattfinden.


CH. SCHULZE KALTHOFF

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Flamenco-Festival Nürnberg